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Wir artikulieren Studierendeninteressen gegenüber der Hochschule, organisieren Veranstaltungen und bieten Seminare an.
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[German below]

The prize awarded by the Finkenwerder e.V. is funded by the company Airbus.1 Airbus is the second largest weapons manufacturer in europe and the twelfth largest in the world.2 This company produces commercial airplanes as well as warplanes, weapon transporters, and drones that surveil and control the European borders.3
Weapon manufacturers, like Airbus profit from war.

The student representatives have problematized that in the university senate for two years now: HfBK argues that they 1. don’t receive the money from Airbus directly but from Finkenwerder e.V. and 2. that the money comes not from the military division but from the civil airplane division "Airbus Operations GmbH".
We think: though HfBK claims that the money doesn´t directly come from Airbus, the exhibition, publication, and price is clearly funded by that money – and it clearly announces it as such.4 Furthermore we find it highly questionable that the division within Airbus between 'civilian' and 'military' is anything but a formality. And it is highly likely in our view that the supposedly purely "civilian" company based in Hamburg called "Airbus Operations GmbH" processes military parts and components that are prepared for later military use.5
It is very likely that Airbus aims for 'synergies' between its divisions. Either way even if such clean separations could be made - which is very unlikely - HfBK still helps to paint Airbus as a purely civilian company and masks one of its main sources of income. Has HfBK made the research necessary to back up its claim of such a separation within Airbus?

It is unacceptable for HfBK to provide what is essentially Public Relations support for a weapons manufacturing company, regardless of how financially generous it is. Cultural institutions hosting events for and receiving funding from war profiteers undercuts artistic integrity and in this specific context strips the works presented of their credibility. A critical discourse on the social role and economic function of cultural sponsorship by the arms industry is necessary. Such partnerships should not be normalized.

We demand that the HfBK cuts ties with all arms manufacturers. We do not condemn individual artists for accepting funding, rather we ask the HFBK as an institution to have limits for which partnerships they accept. Individual artists might not have the means to choose their funding sources, but the institution does. We also hope to open a dialogue and problematize the ethical dilemma facing working artists in precarious financial conditions trying to survive under capitalism. How can we organize as working artists so that these questions are not limited to individual ethics, but rather structural changes?





Der vom Finkenwerder e.V. verliehene Preis wird von der Firma Airbus gestiftet.1 Airbus ist der zweitgrößte Waffenhersteller in Europa und der zwölftgrößte der Welt.2 Das Unternehmen produziert sowohl Verkehrsflugzeuge als auch Kampfflugzeuge, Waffentransporter und Drohnen, die die europäischen Grenzen überwachen und kontrollieren.3
Waffenhersteller, wie Airbus, profitieren vom Krieg.

Die Studierendenvertretung problematisiert das seit zwei Jahren im Hochschulsenat: Die HfBK argumentiert, dass sie 1. das Geld nicht direkt von Airbus, sondern vom Finkenwerder e.V. erhält und 2. dass das Geld nicht aus der militärischen Sparte, sondern aus der zivilen Flugzeugsparte „Airbus Operations GmbH“ kommt.
Wir meinen: Auch wenn die HfBK behauptet, dass das Geld nicht direkt von Airbus kommt, werden Ausstellung, Veröffentlichung und Preis eindeutig mit diesem Geld finanziert - und die HfBK bewirbt es auch deutlich so.4 Darüber hinaus halten wir es für höchst fragwürdig, dass die Aufteilung innerhalb von Airbus zwischen „zivil“ und „militärisch“ nicht nur eine als eine Formalität ist. Aus unserer Sicht ist es wahrscheinlich, dass die „zivile“ Firma mit Sitz in Hamburg Finkenwerder, die „Airbus Operations GmbH“, militärische Teile und Komponenten verarbeitet, die für eine spätere militärische Nutzung vorbereitet werden.5
Es ist sehr wahrscheinlich, dass Airbus Synergien zwischen seinen Geschäftsbereichen anstrebt. So oder so, selbst wenn eine solche Trennung vorläge - was sehr unwahrscheinlich ist - trägt die HfBK immer noch dazu bei, Airbus als rein ziviles Unternehmen darzustellen, und verschleiert eine seiner Haupteinnahmequellen. Hat die HfBK genug recherchiert, um ihre Behauptung einer solchen Trennung innerhalb von Airbus zu untermauern?

Es ist inakzeptabel, dass die HfBK ein Unternehmen, das Waffen herstellt, in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt, unabhängig davon, wie großzügig dieses Unternehmen finanziell ist. Kultureinrichtungen, die Veranstaltungen für Kriegsprofiteure ausrichten und von diesen finanziert werden, untergraben die künstlerische Integrität und entziehen in diesem speziellen Kontext den präsentierten Werken ihre Glaubwürdigkeit. Ein kritischer Diskurs über die gesellschaftliche Rolle und wirtschaftliche Funktion des Kultursponsorings durch die Rüstungsindustrie ist notwendig. Solche Partnerschaften dürfen nicht normalisiert werden.

Wir fordern, dass die HfBK die Beziehungen zu allen Rüstungsunternehmen kappt. Wir verurteilen nicht einzelne Künstlerinnen und Künstler für die Annahme von Fördermitteln, sondern fordern die HFBK als Institution auf, Grenzen für die Annahme von Partnerschaften zu setzen. Einzelne Künstler haben vielleicht nicht die Mittel, ihre Finanzierungsquellen zu wählen, aber die Institution schon. Wir hoffen auch, dass sich Dialoge eröffnen und, dass das ethische Dilemma problematisiert werden kann, in dem sich arbeitende Künstler:innen befinden, die unter prekären finanziellen Bedingungen versuchen, im Kapitalismus zu überleben. Wie können wir uns als arbeitende Künstler:innen organisieren, damit sich diese Fragen nicht auf die individuelle Ethik beschränken, sondern zu strukturellen Veränderungen führen?